Registrierkassenpflicht ab 01.01.2016 in Österreich

Die Situation in Österreich

Im Rahmen der Kassenrichtlinie 2012 ist ab 01.01.2016 in Österreich eine Registrierkasse unter folgenden Voraussetzungen vom Gesetzgeber vorgeschrieben:

• Jahresumsatz > 15.000

• davon mehr als 7.500 Barumsatz (Barumsatzverordnung 2015, §§ 131 Abs. 4, 131 Abs. 5 Z 2 BAO).

Die eingesetzten Kassensysteme müssen ab diesem Zeitpunkt (01.01.2016) der Finanz im Falle einer Überprüfung uneingeschränkten und sofortigen Zugriff auf die gespeicherten Daten ermöglichen. Ist dies nicht der Fall, drohen Sanktionen.

Wird ab 1. Jänner 2016 keine Registrierkasse genutzt oder verfügt die Registrierkasse ab 1. Jänner 2017 nicht über die technische Sicherheitseinrichtung, ist dies als Finanzordnungswidrigkeit grundsätzlich strafbar (§ 51 Abs. 1 lit. c Finanzstrafgesetz (FinStrG); Strafrahmen bis 5.000 Euro Strafe).

Übergangszeit

Wird die Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht in der Zeit vom 1. Jänner 2016 bis 31. März 2016 nicht erfüllt, wird dies keine finanzstrafrechtlichen Konsequenzen (vgl. § 25 Finanzstrafgesetz (FinStrG)) haben. Die Abgabenbehörden und deren Organe werden keine finanzstrafrechtlichen Verfolgungen setzen, sondern vielmehr die Unternehmerinnen und Unternehmer proaktiv unterstützen.

Wird die Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht in der Zeit vom 1. April 2016 bis 30. Juni 2016 nicht erfüllt, sind keine finanzstrafrechtlichen Konsequenzen zu erwarten, wenn der Unternehmer/die Unternehmerin Gründe für die Nichterfüllung dieser Pflichten glaubhaft machen kann (wie beispielsweise: Anschaffung einer Registrierkasse aufgrund Lieferschwierigkeiten durch einen Kassenhersteller nicht möglich; Installation der notwendigen Software war mangels notwendiger fachlicher Beratung durch IT-Servicefachmann nicht rechtzeitig möglich; erforderliche Einschulung des Unternehmers und seiner Erfüllungsgehilfen war nicht zeitgerecht durchführbar).

Kassasysteme

Grundsätzlich ist jede Kassa/Kassasystem in Betracht zu ziehen, welche den gesetzlichen Anforderungen entspricht und bei der dieses mit einer Bescheinigung (E131) vom Hersteller gewährleistet wird, vorbehaltlich einer Zertifizierung vom BMF. Dies ist bei diversen Kassenmodellen der renommierten Herstellerfirmen bereits oftmals der Fall.

In vielen Fällen ist somit eine Neuanschaffung nicht zwingend erforderlich, zumal die vorhandenen Systeme vom Hersteller den gesetzlichen Vorgaben entsprechend um- oder aufgerüstet werden können. Eine Neuanschaffung hingegen wird vom Gesetzgeber subventioniert und kann im Rahmen der Steuererklärung geltend gemacht werden. Für die Anschaffung/Umrüstung kann eine Prämie von 200 Euro mit der jährlichen Steuerklärung im Beilagenformular E 108c beantragt werden. Darüber hinaus besteht eine unbegrenzte Absetzbarkeit der Kosten im Jahr der Anschaffung.

Ausnahmen & Verschlüsselungssystem

Weiterhin ist zu beachten, dass die Anforderungen je nach Art des Betriebes variieren bzw. auch Ausnahmen zu dieser Verordnung bestehen können.

So müssen z.B. Betriebe, die Umsätze außerhalb der Betriebsstätte erbringen, dem Kunden vor Ort einen Beleg aushändigen und diese Umsätze nach der Rückkehr in den Betrieb umgehend im System erfassen. Andere Betriebe, z.B. jene, die mit Gutscheinen wirtschaften, müssen den Gutschein bei Einlösung als Barumsatz erfassen, nicht aber bei der Erstellung, u.v.m.

Ab dem 01.01.2017 müssen die Kassen in Österreich zudem mit einem Verschlüsselungssystem ausgestattet sein und einen QR-Code ausgeben/drucken, respektive eine adäquate Zahlenkombination andrucken können (Registrierkassensicherheitsverordnung RKSV, genauere Angaben hierzu stehen noch aus).

Im Falle einer Neuanschaffung besteht nun gleichsam die Möglichkeit für die digitale Buchhaltung, die Tageslosungen und ggf. Ausgaben u.a. elektronisch zu verarbeiten. Auch das ist bereits seit geraumer Zeit möglich und nicht erst im Zuge der Kassenrichtlinie, wenn auch in unterschiedlichen Qualitäten. So verfügen bereits einige Hersteller über Schnittstellen, über die Daten mit der Buchhaltung ausgetauscht werden können.

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch, dass einige Hersteller lediglich die Hardware der Kassen liefern und Drittanbieter/Systempartner die entsprechenden Softwarelösungen vertreiben, was die Vielzahl an Möglichkeiten zum etwaigen Datenaustausch ungemein erhöht (siehe z.B. Vectron).

Unsere Empfehlung generell

Lassen Sie sich vom Anbieter bestätigen, dass die Kassa/Kassasystem den gesetzlichen Anforderungen entspricht (Bescheinigung (E131)) bzw. ggf. bereits vom BMF zertifiziert ist.

Links zu Kassenanbietern

www.etron.at

www.tipos.at

www.vectron-systems.com

 

Quellenverzeichnis

Weitere Informationen finden Sie zum Thema auf der Webseite des Bundesministerium für Finanzen, die wir auch als Informationsquelle benutzt haben:

https://www.bmf.gv.at/top-themen/Registrierkassen.html#heading_Aktuell__Erlass_zur_Registrierkassenpflicht_veroeffentlicht

Kassabild Quelle: http://www.aha-soft.com

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